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Antrag der Stadtratsfraktion

2007 beschloss der Stadtrat gegen die Stimmen der ödp-Mitglieder ein "Modell Schlecker" für die Raumpflegekräfte der Stadt Memmingen. Er gründete gemeinsam mit der Firma Lattemann und Geiger die Firma "Servicegesellschaft Memmingen", an der die Stadt zu 51% beteiligt ist. Es sollten die Reinigungskosten von damals knapp 2 Millionen Euro um knapp 5% gesenkt werden.

Prof. Dr. Dieter Buchberger

Ziel war es, befristet eingestellte Reinigungskräfte nicht zu übernehmen und andere abgehende Reinigungskräfte nicht mehr zu ersetzen. Neueinstellung wurden ausschließlich in der MMS vorgenommen.
Dort wurden fortan die MitarbeiterInnen zum Mindestlohn beschäftigt (damals unter 8 Euro). Gegenüber den bisherigen Löhnen bedeutete dies zum einen schlechtere Arbeitsbedingungen, Lohneinbußen um ca. 30% und eine deutlich schlechtere Altersversorgung. Doch fast alle Einsparungen werden durch die 19%ige Umsatzsteuer und die Verwaltungskosten der neu gegründeten Firma wieder aufgezehrt.
Wir meinen, dass nicht an den Schwächsten gespart werden sollte und fordern die Beendigung des Lohndumpings.